Einsatzbericht Euskirchen 14. bis 18. Juli 2021

Einsatzbericht Euskirchen 14. bis 18. Juli 2021

31 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Lemgo waren von Mittwochabend bis Sonntagabend als Teil der Bereitschaft 4 der Bezirksregierung Detmold Zug 41 im Kreis Euskirchen zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehren im Einsatz.

Die Kameradinnen und Kameraden mussten viele Keller auspumpen. (Foto: Feuerwehr Lemgo, Matthias Schnülle)

Auspumpen einer Unterführung in Euskirchen (Foto: Feuerwehr Lemgo, Matthias Schnülle)

Bis in den späten Abend wurden in Stotzheim Keller ausgepumpt. (Foto: Feuerwehr Lemgo, Christopher Gröne)

Mit frischem Wasser konnten einige Fische gerettet werden. (Foto: Feuerwehr Lemgo, Christopher Gröne)

Die größte Einsatzstelle war die vollgelaufene Tiefgarage eines Einkaufszentrums in der Euskirchener Innenstadt. (Foto: Feuerwehr Lemgo, Christopher Gröne)

Die Besatzung eines der beiden Fahrzeuge (Foto: Feuerwehr Lemgo, Matthias Schnülle)

Die Besatzung eines der beiden Fahrzeuge aus Lemgo (Foto: Feuerwehr Lemgo, Maurin Dubbert)

Am Mittwochabend um etwa 21 Uhr wurden die Kameraden zum Besetzen der Standorte alarmiert. Nach nur kurzer Vorbereitungszeit machten sich die Kameraden aus den Lemgoer Einheiten auf den Weg zum Treffpunkt der Bezirksbereitschaft 4 an der Feuerwache in Bad Salzuflen, von wo der gesamte Konvoi sich um 0:00 Uhr auf den Weg in Richtung Euskirchen machte.

Nachdem der Konvoi um 6 Uhr am Donnerstagmorgen am Kreishaus in Euskirchen angekommen war, starteten die vielfältigen Aufgaben. Nach einer kurzen Stärkung durch die Lemgoer Versorgungsgruppe wurden die Kameraden zur Sicherstellung des Grundschutzes des Stadtgebiets und der Ortschaften östlich der Erft eingesetzt. Bis zum Mittag mussten die Kameraden hier glücklicherweise nicht tätig werden.

Anschließend erfolgte eine Verlegung der Einheiten in die Euskirchener Ortschaft Flamersheim. Von hier aus wurden über den Donnerstagnachmittag verschiedenste Einsatzstellen abgearbeitet. Angefangen mit der Überprüfung einiger noch nicht erreichter Häuser nahe der bruchgefährdeten Steinbachtalsperre, aus denen es noch keine offizielle Rückmeldungen gab, unterstützten die Kameraden anschließend bei der Evakuierung und Verlegung des psychiatrischen Krankenhauses St. Marien in Stotzheim.

Zwischenzeitlich verschlechterte sich der Zustand der Steinbachtalsperre derart, dass sich die örtliche Einsatzleitung dazu entschloss, die Ortschaften Schweinheim, Palmersheim und Flamersheim zu warnen und zu evakuieren. So stand als letzte Aufgabe am Donnerstagabend an, zusammen mit einem ortskundigen Kameraden mit der Lautsprechereinrichtung des Lemgoer Katastrophenschutzfahrzeuges (LF 20 KatS) eine Durchsage in den Straßen durchzuführen und durch mehrere Kameraden im Fußtrupp eine entsprechende Information an die Bewohner zu übergeben.

Nach der Nachtruhe sollte sich der Verband zunächst je nach Zustand der Steinbachtalsperre für besondere Aufgaben freihalten. Kurzfristig konnte dann doch die Arbeit in den Straßen von Stotzheim aufgenommen und weitere Keller ausgepumpt werden. Im Laufe des Freitages wurden die Kameraden noch zur bisher größten Einsatzstelle zum Auspumpen einer Unterführung in Euskirchen nahe der Zuckerrübenfabrik beordert. Zusammen mit dem LF20 KatS und dem MTF aus Kalletal sowie dem GW Blomberg wurden in Spitzenzeit 2 TS, 3 Mastpumpen und 3 Tauchpumpen eingesetzt und das Wasser der Erft wieder zugeführt. Gegen 18 Uhr erfolgte die Ablösung durch die frischen Kameraden und Kameradinnen aus Lippe. Nach einer kurzen Übergabe wurden direkt die nächsten Einsatzstellen angefahren. Auch hier stand in erster Linie das Auspumpen von Kellern in der Ortschaft Stotzheim an. Bis etwa 23 Uhr wurden 5 Einsatzstellen abgearbeitet.

Am Samstagmorgen ging es um 7 Uhr weiter. Es wurden verschiedene Einsatzstellen in den besonders betroffenen Stadtteilen Rheder und Kreuzweingarten abgearbeitet. Hauptsächlich wurden auch hier vollgelaufene Keller ausgepumpt. Aber auch eine Tierrettung musste durchgeführt werden, da ein Gartenteich von der Flutwelle überspült worden war und die darin u.a. befindlichen Koi-Karpfen in dem Schmutzwasser nicht überleben konnten. So wurde der Teich von den Kameraden ausgepumpt und mit etwa 1000 Liter Frischwasser wieder aufgefüllt.

Die größte Einsatzstelle befand sich dann am Nachmittag mitten in der Innenstadt von Euskirchen am Klosterplatz. Dort stand die komplette Tiefgarage eines Einkaufszentrums ca 2m tief unter Wasser. Aufgrund der hier schlagartig eingesetzten Überflutung wurden hier zunächst auch noch Personen in der Tiefgarage vermutet. Dies bestätigte sich glücklicherweise nicht. Dieser Einsatz war um etwa 22 Uhr nach massivem Pumpeneinsatz beendet. Zeitweise wurden hier mehr als 13.000 Liter Schmutzwasser in der Minute ausgepumpt.

Am Sonntag wurden noch bis 12 Uhr kleinere Einsatzstellen abgearbeitet und anschließend der Heimweg angetreten. Um etwa 18 Uhr waren alle Kameraden wieder auf der Feuerwache angekommen.

Einsätze